Wir sind vier Monate im Jahr 2025 und der britische Immobilienmarkt erzählt bereits eine interessante Geschichte – besonders, wenn du als Investor auf der Suche nach klugen, strategischen Schritten bist. Ob du wie wir im Norden aktiv bist oder das Ganze von der Seitenlinie beobachtest: Hier ist ein bodenständiges Update darüber, was im Q1 2025 wirklich passiert ist – und was es für die Zukunft bedeuten könnte.
Wachstum verlangsamt sich, aber die Marktaktivität zieht an
Zum Einstieg: Die Hauspreisinflation im Vereinigten Königreich verlangsamte sich im Februar auf +1,8 %, nach 1,9 % im Januar. Das klingt ruhig, bedeutet aber immer noch Wachstum – vor allem im Vergleich zum Vorjahr, als wir technisch gesehen noch im negativen Bereich waren.
Gleichzeitig stieg die Anzahl der vereinbarten Verkäufe im Jahresvergleich um 5 %, und die Nachfrage der Käufer wuchs landesweit um 10 %. Die Preise explodieren also nicht – aber die Menschen sind zurück am Markt und Abschlüsse werden gemacht.
Und der durchschnittliche Hauspreis im Vereinigten Königreich? Der liegt derzeit bei £267’500.
Was steckt hinter der Verlangsamung? Kurz gesagt: mehr Angebot. Es gibt nun 11 % mehr Immobilien auf dem Markt als im Q1 2024 – was Käufern mehr Auswahl bietet und den Preisdruck mindert.
Fokus auf unsere Investitionsstädte
Bei Pillar-X investieren wir nicht auf Basis von Hypes – sondern aufgrund solider Fundamentaldaten. Und das erste Quartal bestätigt, was wir bereits vor Ort in unseren Schlüsselmärkten beobachten:
📍 Liverpool
• Preiswachstum: +3,0 % im Jahresvergleich
• Durchschnittlicher Preis: £162’000
• Weiterhin eine der stärksten Städte im Nordwesten
Liverpool bleibt eine solide Wahl für langfristiges Kapitalwachstum und starke Mietrenditen. Die Mietnachfrage ist gesund und Investoren schätzen die Erschwinglichkeit sowie die anhaltende Stadterneuerung.
📍 Bradford
• Preiswachstum: +3,6 % im Jahresvergleich
• Lokale Erschwinglichkeit und erneutes Investoreninteresse treiben das Wachstum an
Eine Stadt, die oft unter dem Radar läuft – aber das Wachstum in Bradford übertrifft inzwischen den nationalen Durchschnitt. Während die Preise im Süden stagnieren, werden nördliche Städte wie Bradford für Buy-to-Let und Flips immer attraktiver.
📍 Glasgow
• Preiswachstum: +1,7 % im Jahresvergleich
• Weiterhin stärker als viele südliche Märkte
Glasgow wächst zwar nicht so schnell wie Bradford oder Liverpool, bleibt aber ein verlässlicher Markt mit starker Mietnachfrage – besonders bei Berufstätigen, Studierenden und Familien. Wer die richtigen Quartiere kennt, findet hier weiterhin gute Gelegenheiten.
Die Änderung bei der Stamp Duty: Was sich im Q1 getan hat
Im April 2025 traten neue, höhere Schwellenwerte für die Stamp Duty (Kaufsteuer) in Kraft, deren Auswirkungen sich bereits gegen Ende des ersten Quartals zeigten:
- 80 % der bestehenden Eigentümer und 40 % der Erstkäufer zahlen nun Stamp Duty (vorher 50 % bzw. 20 %)
- Die Nachfrage von Erstkäufern wurde bereits Ende 2024 nach vorne gezogen – besonders in London
- Inzwischen sehen wir einen Nachfragerückgang in der Hauptstadt – 3 % weniger im Jahresvergleich
Dieser Rückgang hat den Süden stark getroffen, aber den Norden nicht in gleichem Masse. Immobilien unter £300’000 – wie die meisten in Liverpool, Glasgow und Bradford – bleiben für Käufer attraktiv, insbesondere für Erstkäufer, die sich London nicht leisten können.
Ausblick für Q2 und darüber hinaus
Worauf wir in den kommenden Monaten achten:
- Das Preiswachstum dürfte sich weiter verlangsamen, vor allem in überversorgten Märkten
• Hypothekenzinsen bleiben stabil bei rund 4,4 % – die Erschwinglichkeit verschlechtert sich nicht, verbessert sich aber auch nicht
• Mehr Angebote bedeuten mehr Wettbewerb für Verkäufer – und damit bessere Verhandlungsmöglichkeiten für Käufer
Für Investoren heisst das konkret:
- Gute Kaufgelegenheiten – wenn du strategisch vorgehst. Du kannst selektiver sein und besser verhandeln, insbesondere in Märkten mit anhaltend starker Nachfrage.
- Beim Verkauf oder bei der Refinanzierung zählt die richtige Preisstrategie mehr denn je. Eine marktgerechte Bewertung (am besten durch einen lokalen Experten) entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.





