Glasgow ist eine der grössten Städte Schottlands und sollte somit vielen von Ihnen ein Begriff sein. Doch Glasgow ist nicht die einzige Stadt, die diesen Namen trägt. Ebenso existiert auch Port Glasgow, welches seine eigene sehr interessante Geschichte hinter sich hat.

Wir erklären Ihnen, wie Port Glasgow sich von einem Fischerdorf zu einer High-Tech Hafenstadt entwickelt hat, die Glasgow City und die Region Inverclyde miteinander vernetzt.

Port Glasgow – Generationen der Seefahrt

Die Geschichte von Port Glasgow beginnt mit der Werft „Blackwood and Gordon“. Bereits im Jahr 1852 begann die Werft Ihre Arbeit und fing mit dem Bau hölzerner Schiffe an. Bald danach begann das Werft mit dem Bau einiger der ersten Eisenschiffe, die es auf der gesamten Welt gab. Blackwood und Gordon ging am Ende des Jahrhunderts bankrott, doch konnte sich noch mit dem Schiff „Austerland“ einen Platz auf der Weltausstellung 1894 in Antwerpen sichern.

Das Unternehmen wurde von der „Clyde Shipbuilding Company“ übernommen, welche über zwei Weltkriege hinweg grosse Schiffe baute, sowie Kriegsschiffe reparierte. Das letzte Schiff, dass jemals in der Werft gebaut wurde, lief 1978 vom Stapel. Bald daraufhin schloss die Werft ihre Tore zum letzten Mal.

Tourismus und BAE Systems

Mit dem Niedergang des Schiffbaus klaffte eine grosse Lücke in der Region. Das Arbeitervolk von Port Glasgow und Umgebung brauchte neue Arbeitsplätze. Daher gab es grosse Investitionen in die Region, wodurch neue Arbeitsplätze im Bereich des Tourismus und in der High-Tech Industrie geschaffen wurden.

Der grosse Arbeitgeber der Region ist BAE Systems, welcher noch heute Kriegsschiffe in Port Glasgow produziert. Dort wird die lange Tradition der Hafenstadt fortgesetzt, die bereits seit Jahrhunderten existiert. Weitere Industrien, wie der Bau von Unterhaltungselektronik und die Biotechnologie, siedelten sich in der Region an, um der motivierten Arbeiterschaft in Glasgow neue Jobs zu geben.

Doch alle diese Industrien können nicht die etwa 70.000 Arbeitsplätze ersetzen, die vor dem Niedergang des Schiffsbaus in der Stadt existierten. Der Tourismus ist allerdings ein Segen für die Stadt, da mindestens zwei grosse Touristenschiffe pro Woche im Hafen anlegen. Dadurch gibt es eine Flut an Konsumenten für die lokalen Unternehmen, die bereits einige Jahre leiden mussten. Ebenso ist Port Glasgow der Schlüssel für die Region Inverclyde und Glasgow für diese Touristen.

Einwohnerentwicklung in der Region

Die vielen Investition in Städten wie Port Glasgow zeigen inzwischen ihre Wirkung. Vor allem in den Städten Port Glasgow, Gourock und Greenock besteht grosses Potenzial. Zum einen bringt der Tourismus viele neue Konsumenten und Reisende in die Region und zum anderen unterstützen grosse Arbeitgeber, wie BAE Systems, mit vielen Arbeitsplätzen.

Durch neue Arbeitsplätze, dem Tourismus und der Nähe zur Grossstadt Glasgow, erleben unter anderen auch diese drei Ortschaften einen Aufschwung. Viele Menschen bevorzugen es in ländlicheren Regionen zu leben jedoch in Städten, wie Glasgow, zu arbeiten. Dieser Trend unterstützt auch unsere Investitionsstrategien.