Sicherlich kennen Sie noch Geschichten von Ihren Grosseltern, wie Sie damals mit einem Franken einen ganzen Einkauf bezahlen konnten. Dies ist nicht darauf zurückzuführen, dass Essen damals günstiger war, sondern auf die Inflation.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen alles Wichtige zur Inflation erklären und Ihnen zeigen, warum es unbedingt notwendig ist, dass Sie die Inflation verstehen.

Wert vs. Preis

Grundsätzlich müssen zunächst zwei Begriffe voneinander unterschieden werden, die gerne als Synonym füreinander verwendet werden. Dies ist zum einem der Wert und zum anderen der Preis eines Gutes.

Der Wert eines Objektes steigert sich, desto mehr Nutzen man aus diesem Objekt ziehen kann. Aus diesem Grund kostet zum Beispiel ein Auto mehr als ein Fahrrad. Ebenfalls kosten gebrauchte Gegenstände normalerweise weniger, da man einen geringeren Nutzen aus einem gebrauchten Objekt bezieht.

Jedoch steigert sich der Preis eines Objektes mit der Zeit, obwohl dessen Wert immer noch derselbe ist (z.B. Auto 1999 und baugleiches Auto 2021). Die Teuerung des Preises kann in diesem Fall auf die Inflation zurückgeführt werden.

Desto mehr die Inflation ansteigt, desto mehr steigen die Preise von allen Dingen, die Sie kaufen können. Dies liegt daran, dass die Inflation den Wert des Geldes aktiv senkt. Eine Inflation von 2% im Jahr bedeutet zum Beispiel, dass Ihr Geld jedes Jahr 2% weniger wert ist, als das Jahr zuvor.

Zurückzuführen ist dies auf den Ursprung der Inflation. Die Inflation steigt, wenn Geld gedruckt wird, also die Gesamtmenge an Geld, die es gibt, erhöht wird. Dies beruht auf demselben Prinzip, wie der Wert von Wertmetallen. Zum Beispiel ist Platin mehr wert als Gold, da Platin seltener ist. Wenn es nun mehr Platin geben würde, würde der Wert von Platin sinken. Ebenso verhält es sich mit dem Geld. Es wird mehr Geld gedruckt, also sinkt der Wert.

Dies resultiert darin, dass Preise an der Inflation angepasst werden müssen, um den gleichen Wert an Geld zu erhalten. Dies ist der Grund, weshalb ein Einkauf heutzutage deutlich teurer ist, als vor 50 Jahren. Passend zu diesem Beispiel gibt es die sogenannte „Warenkorb“ Statistik. Jedes Jahr wird ein neuer Warenkorb erstellt, der zeigt, wie viel Waren oder Dienstleistungen Sie für Ihr Geld in diesem Jahr bekommen im Vergleich zu einem anderen Jahr.

Wie viel war mein Geld vor 100 Jahren wert?

Die Inflation kann am besten an einem langfristigen Beispiel gezeigt werden. Daran können Sie die drastischen Folgen erkennen, die eine zunächst gering erscheinende Inflation von etwa 2% im Jahr, haben kann.

100 Schweizer Franken im Jahr 1914 waren so viel Wert, wie 934,20 CHF heute. Das bedeutet, dass Schweizer Franken in diesem Zeitraum mehr als 90% Ihrer Kaufkraft verloren haben. Im Gegensatz dazu hat sich der Preis von Gold ganz anders verhalten.

Eine Unze Gold war 1914 18,92$ Wert. Heutzutage kostet dieselbe Menge an Gold 1769,64$. Diese enorme Preissteigerung ist natürlich nicht nur auf die Inflation zurückzuführen, aber hängt definitiv mit Ihr zusammen.

Der Grund, weshalb Gold nicht von der Inflation betroffen ist, beruht darin, dass es eine begrenze Menge an Gold gibt. Somit ist eine Unze Gold relativ gesehen immer gleich viel Wert, da die Menge an Gold auf der Erde nicht erhöht werden kann. Daher kann der Preis von Gold steigen, aber der reelle Wert einer Unze Gold bleibt gleich.

Aus diesem Grund beruhten viele Währungen der Welt auch auf einem sogenannten „Goldstandard“. Der Wert des Geldes war in diesen Fällen an den Preis des Goldes gekoppelt. Im Jahr 1971 wurde die führende Währung der Welt, der US-Dollar, vom Goldpreis entkoppelt und der Goldstandard wurde aufgehoben. Seitdem verwenden alle Währungen sogenanntes „Fiat-Geld“, dass an keinen realen Wert gebunden ist.

Investitionen als Inflationsschutz

Wie Sie bereits gesehen haben, konnte der Preisanstieg von Gold den Wertverlust der Schweizer Franken mehr als ausgleichen. Dies liegt daran, dass die Rendite einer Investition in Gold höher war als die Inflation in diesem Zeitraum. Dieses Konzept wird auch heutzutage angewandt, um Methoden zum Vermögensaufbau zu bewerten.

Ein Investment, welches pro Jahr zum Beispiel 4% mehr Wert wird, wird die Inflation von etwa 2% im Jahr mehr als ausgleichen. Die reelle Rendite dieses beispielhaften Investments ist in diesem Fall 4% – 2%, also 2%. Diese 2% zeigen den reellen Wertzuwachs, den das Investment zur Folge hatte, wenn man die Wertsenkung der Inflation beachtet.

Daran können Sie zum Beispiel auch erkennen, dass Geld auf einem Sparbuch mit sehr niedrigen Zinsen von teilweise unter 1%, reell gesehen den Wert Ihres Geldes mit der Zeit senken. Die reelle Rendite ist in diesem Fall negativ.

Wir bei Pillar-X schützen unser Kapital gegen Wertverlust. Wir investieren daher in Immobilien, um dies zu gewährleisten. Der Wert einer Immobilie wird nur in Ausnahmefällen sinken, jedoch in den meisten Jahren konstant bleiben oder gar steigen. Selbst, wenn der Wert der Immobilie in jedem Jahr gleichbleiben würde, würde dennoch der Preis mit der Inflation steigen, sodass angelegtes Kapital effektiv gegen die Inflation geschützt ist.